Archiv für die Kategorie ‘Reiseberichte’

Ferienlager auf Rügen

Freitag, 14. Januar 2011

Mein Vater arbeitete im Kraftwerk und der Betrieb richtete in jeden Sommerferien ein Ferienlager für die Kinder der Beschäftigten aus. Mein erstes Ferienlager führte mich in den Harz und das zweite in das Erzgebirge. Das war alles ganz schön, aber für uns Kinder etwas langweilig. Was sollte ein Kind an den Bergen schon reizen ?

Im nächsten Sommer sollte es an die Ostsee gehen. Ostsee … welch ein Zauberwort für uns Kinder. Man hatte schon so Einiges von älteren Mitschülern und Spielkameraden über jenes sagenumwobene und wohl wunderschöne Ferienparadies gehört, wo man den ganzen Tag baden und sich im weißen Sand wälzen konnte.

Dann war es so weit und eine Horde von 200 Kindern fuhr mit den Begleitern per Zug an die Ostsee. Das Ferienlager war in Breege-Juliusruh auf der Insel Rügen. Es war ein Zeltlager und befand sich direkt hinter den Dünen. Man konnte schon das Meer rauschen hören und die Luft schmeckte zart salzig. Erst einmal hieß es aber Schlafen gehen, denn wir waren am späten Abend angekommen. Den folgenden Tag konnten wir kaum erwarten. Nach dem Frühstück konnten wir dann die Dünen hinter uns lassen und standen vor dem Meer. Ich werde diesen Augenblick nie vergessen. Die Ostsee war noch viel schöner, als ich sie mir vorgestellt hatte. Blau in blau mit einem tatsächlich fast weißen Strand. Kleine weiße Schaumkrönchen zierten die wenigen, nicht allzu hohen, Wellen. Wenig später durften wir auch ins Wasser. Ja, es war kalt, aber man gewöhnte sich schnell daran. Schon am nächsten Tag empfanden wir die Wassertemperatur als recht akzeptabel und mit jedem weiteren Tag als noch angenehmer.

Im Ferienlager wurden außer Baden noch allerlei andere Freizeitbeschäftigungen angeboten. Es gab einige Tischtennisplatten, die allerdings immer heiß umlagert waren. Manchmal streiften wir durch den Küstenwald, der hauptsächlich aus Kiefern bestand und erschreckten die Mädchen. Das Baden war und blieb aber unser liebstes Freizeitvergnügen.

Einmal wanderten zum kleinen Fischerhafen von Breege, der am Breetzer Bodden lag. Hier sah das Wasser ganz anders aus als am Meer, wie ein großer Binnensee. Im Hafen lagen kleinere Fischkutter vertäut und es wurde frisch geräucherter Fisch verkauft. Frisch geräucherter Fisch ist noch einmal eine Klasse besser als Räucherfisch aus dem Laden. Die Makrelen und der Heilbutt waren oberlecker. Auf der kleinen Hafenmole durften wir dann auch angeln. Wir fingen kleine, kaum handlange, Barsche und hatten einen Riesenspaß.

Das war meine erste Bekanntschaft mit der Ostsee, die ich nie vergessen habe. Weitere Reisen an die Ostseeküste sollten im Laufe meines Lebens noch folgen.

Tipp für all jene, die dem Ferienlager-Zeitalter definitiv entwachsen sind und etwas mehr Komfort wünschen: Miete Sie eine gemütliche Ferienwohnung im Ostseebad Sellin auf Rügen. Mehr Infos hierzu finden Sie unter Fewo Sellin.

Nationalsozialistisches Urlaubsdomizil „Seebad Prora“ auf Rügen

Dienstag, 23. Februar 2010

Beim Urlaub auf Rügen erwartet den Besucher im Norden der Insel, in Richtung Kreidefelsen, zwischen den Orten Sassnitz und Binz, das Seebad Prora. Hierbei handelt es sich um ein zwischen 1935 und 1939 geplantes und nicht fertig gestelltes Projekt, das von den Nationalsozialisten als erster Ferienanlagenkomplex Deutschlands errichtet wurde.
Bereits in Mitte der 30-er Jahre waren aufgrund der Urlaubsreisen der Organisation Kraft durch Freude die Unterkünfte für Urlauber knapp geworden. Nicht zuletzt mit dem Ziel die Aufenthaltskosten zu minimieren, entschloss man sich eigene Ferienhäuser und Hotels zu errichten. Auf dieser Grundlage entstand die Idee für das touristische Großprojekt der Errichtung des Seebades Prora auf Rügen.
Nach dessen Fertigstellung sollte das Gelände Platz für rund 20.000 Anhänger der Organisation „Kraft durch Freude“ bieten, die hier gemeinsam ihren Urlaub verbringen sollten. Bei einer geplanten Urlaubsdauer von 10 Tagen sollte jährlich eine Kapazität von mindesten 1,5 bius 3#2 Millionen Urlaubern im Seebad Prora erzielt werden.
Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges wurden die Bauarbeiten für das Urlaubsdomizil jedoch eingestellt. Als Seebad wurde der Komplex Prora folglich nie in Betrieb genommen, zurück blieb jedoch der Kern des Komplexes, der sogenannte Koloss von Prora, dessen Besichtigung sich heute bei einem Urlaub auf Rügen mehr als lohnt. Der Komplex besteht aus acht Häuserblocks, die sich ca. 5 km direkt an der Küste entlang reihen und aus denen ursprünglich acht Gästehäuser entstehen sollten. Alle Häuser sollten über einen Meerblick verfügen und in einer einheitlichen Größe von 2,5 mal 5 Metern errichtet werden. Die Architektur sollte funktional und die Einrichtung zweckmäßig gestaltet sein. Der Urlaub in der geplanten Ferienanlage sollte, dem totalitären Sytem entsprechend, in der Gemeinschaft stattfinden, weshalb neben Gemeinschaftshäusern, ein Kino sowie Restaurants geplant waren. Um dem geplanten Ansturm an Urlaubern gerecht zu werden, war eine entsprechende Anpassung der Infrastruktur auf Rügen geplant und wurde zum Teil bereits realisiert.
Heute erwarten den Rügen-Urlauber beim Prora verschiedene Museen auf rund 5.000 qm Ausstzellungsfläche und eine originalgetreue Rekonstruktion der Räumlichkeiten.
Nachdem die Nutzung des Prora Komplexes über Jahre ungeklärt blieb und das geplante Seebad zunehmend zu verfallen begann, soll aus der geplanten gigantischen Ferienanlage nun eine Jugendherberge mit rund 100 Zimmern und 400 Betten entstehen. Mit einer Investitionssumme von mehr als 16 Mio. Euro soll ein Teil des denkmalgeschützten Baus umgebaut werden und einer nachhaltigen Nutzung durch Urlauber dienen. Die Eröffnung der Jugenherberge als Urlaubsdomizil ist für das kommende Jahr 2011 geplant.

Mein Urlaub auf Rügen

Montag, 08. Februar 2010

Im letzen Sommer wollte ich einmal in der Heimat Urlaub machen und auf der Suche nach geeigneten Unterkünften bin ich auf ein schönes Ferienhaus auf der Insel Rügen gestoßen. Da ich Rügen bis dato nur von Erzählungen von Freunden kannte, wollte ich mir einmal selbst ein Bild von dieser Insel machen.

Das Ferienhaus war sehr geschmackvoll eingerichtet und hier hätte ich mit Sicherheit auch noch mehr als 5 Tage ausgehalten. Am ersten Tag wollte ich erst einmal die Insel kennenlernen und habe mich auf den Weg gemacht, um Rügen zu Fuss kennenzulernen.

Meine erste Station war der Hafen Altefähr. Von hier aus kann man die Hafenrundfahrt "Rund um Dänholm" buchen. Diese Hafenrundfahrt ist auf jeden Fall emfpehlenswert, da man viele Ecken sieht, die einem zu Fuss, oder mit dem Rad überhaupt nicht auffallen würde. Direkt am Hafen befindet sich ebenfalls eine Dorfkirche aus dem 15. Jahrhundert, die mit zwei Uhren ausgestattet ist, sodass die Seemänner bereits vom Wasser aus die Uhrzeit sehen konnten.

Ein besonderes Highlight an diesem Tag war mein Abendessen im artepuri Hotel meerSinn. Das Hotelrestaurant bietet sogenannte Bio-gustogenese Küche. Dies bedeutet zum einen, dass das Essen aus 100% biologisch erzeugten Lebensmitteln besteht und außerdem steht es für Genuss und Gesundheit. Das Hotel bietet außerdem Wellnessanwendungen an und obwohl ich dort nur eine Kleinigkeit gegessen habe, hatte ich bereits das Gefühl, mich gesünder und vitaler zu fühlen. Für meinen nächsten Winterurlaub ist dieses Hotel also schon einmal gedanklich reserviert.

Urlaub in Sassnitz

Montag, 03. August 2009

Wer seinen Urlaub auf Rügen verbringt, wird auch ganz sicher halt in Sassnitz machen. Der kleine Erholungsort liegt auf der Halbinsel Jasmund nordöstlich auf Rügen und zeichnet sich durch die beeindruckenden Kreidefelsen aus, die sich in unmittelbarer Umgebung von Sassnitz befinden. Der berühmteste Kreidefelsen ist der sogenannte Königsstuhl im Nationalpark Jasmund, der 118 m hoch über den Meeresspiegel hervor ragt. Der Nationalpark ist Hauptausflugsort für die zahlreichen Besucher, die jedes Jahr nach Rügen und ganz speziell nach Sassnitz kommen. Seit einigen Jahren können die Besucher zwei verschiedene Ausstellungen im Nationalpark Zentrum Königsstuhl besichtigen. Diese informieren die Gäste über die Ostsee, die Waldlandschaft und die Kreidefelsen.

Aber nicht nur die hübsche Landschaft um Sassnitz herum ist einen Besuch wert. Auch der Ort selbst hat seinen Besuchern einige Highlights zu bieten. In Sassnitz befindet sich mit einer Länge von 1450 Metern die längste Mole Europas. Sehenswert ist auch die hübsche Altstadt mit dem Rathaus, das Anfang des letzten Jahrhunderts gebaut wurde, der Sassnitzer Tierpark und der kleine Stadthafen.

Allgemeine Infos Rügen

Samstag, 14. Februar 2009

Rügen in der Ostsee ist mit einer Größe von 926km2 die größte deutsche Insel und als solche den meisten Deutschen ein Begriff. Sie wird vom Bundesland Mecklenburg-Vorpommern verwaltet. Zusammen mit den kleineren Nachbarinseln bildet sie den Landkreis Rügen mit der Hauptstadt Bergen (14.328 Einwohner) im Zentrum Rügens.
Die Insel ist geprägt durch eine Vielzahl an Bodden. Durch diese weit ins Landesinnere reichende Buchten ist die Insel stark zerklüftet und kaum als zusammenhängende Insel wahrzunehmen. An ihrer breitesten Seite misst sie 41km und hat eine Maximallänge von 52 km.
Durch den Strelasund wird Rügen vom vorpommerschen Festland getrennt. Doch auch ohne Schiff ist eine Verbindung zur Insel möglich. So führt neben einer Bahntrasse und der Bundesstraße 96 auch ein Fuß- und Radweg über den Rügendamm von Stralsund nach Altefähr im Westen der Insel. Des Weiteren gibt es die Möglichkeit, über die 2007 fertiggestellte und 4,1 km lange Rügenbrücke zwischen Stralsund, dem „Tor“ zur Insel, und dem großen Eiland zu pendeln.

Reisebericht von Rügen

Dienstag, 18. September 2007

Im vorigen Sommer war ich im Urlaub mit meiner ganzen Familie auf der Insel Rügen. Wir haben ein Ferienhaus am Strand gemietet, wo wir einen unvergesslichen Urlaub erlebt haben. Wir waren dort für mehrere Tage und haben sehr viel unternommen. Die beeindruckende Natur hat uns viele Möglichkeiten gegeben einen aktiven Urlaub, vermischt mit Entspannung, zu haben. Wir sind viel gewandert, da wir die Naturlandschaften genießen wollten. An einem Tag haben wir Fahrräder gemietet und eine Fahrradtour gemacht, das war einer der schönsten Tage. Auf der Insel haben wir auch einige Sehenswürdigkeiten besucht, wie zum Beispiel Kap Arkona oder das Jagdschloss Granitz. Wir haben einige Tage nur am Stand gelegen um uns zu entspannen, aber wir haben auch ein paar Kurorte besucht, damit das komplette Entspannungsprogramm zu haben. Es war ein sehr netter Urlaub auf der Insel Rügen, da die Einwohner sich sehr gut um uns gekümmert haben. An einem Abend wurde ein Festessen organisiert, wo man die Spezialitäten der Insel ausprobieren konnte. Das war ein sehr interessanter Abend und das Essen hat sehr gut geschmeckt. Wir hatten sehr viel Spaß und haben den Urlaub genossen, der wirklich besonders war.