Kap Arkona auf Rügen

Von großer Bedeutung für den Fremdenverkehr ist das ins Meer hervorspringende Kap Arkona mit seinem Türmen und der Tempelanlage. Jährlich besuchen ca. 800.000 Besucher dieses Flächendenkmal. Da es im Winter jedoch immer wieder zu Gesteins­abbrüchen kommt, ist ein Besuch nicht ganz ungefährlich. Um die Steilwand überwinden zu können, hat man schon früh Treppen in die Wände gebaut. Vor allem die Veilchentreppe südlich des Tempelwalls und die Köngistreppe, die westlich des Kaps zu finden ist, sind beliebte Touristenstiegen. Schon von weitem kann man die Türme des Kaps erkennen. Es gibt neben einem früheren Peilturm, der heute als Museum genutzt wird, noch zwei direkt nebeneinander stehende Leuchttürme. Der kleinere Turm ist nach seinem Erbauer Schinkel benannt und wurde bereits 1905 außer Betrieb gestellt. Heute dient seine Aussichtsplattform vielen Verliebten als romantischer Ort zum Heiraten. In unmittelbarer Nähe steht dazu der in den 90er Jahren sanierte und aktive Leuchtturm, von dessen Plattform man einen tollen Blick über die Halbinsel Wittow hat. Als „Kornkammer“ reihen sich hier endlos erscheinende Getreidefelder aneinander – ein Ausdruck des besonders fruchtbaren Inselbodens. Am Fuße des Kaps befindet sich der Siebenschneiderstein. Dieser Findling markiert den nördlichsten Punkt der Insel und damit auch den nördlichsten Punkt Ostdeutschlands.

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