Bodendenkmäler auf Rügen

14. Februar 2009

Auf Rügen gibt es eine Vielzahl an Bodendenkmälern. So bezeichnet man z.B. Opfersteine, Hünengräber oder auch Schanzen und Wälle. Auf der Insel gibt es über 200 solcher Denkmäler, wobei hier nur die wichtigsten genannt werden,
Besonders sehenswert ist der Opferstein Quolitz in der Nähe von Neddesitz. Auch die Grabstätten zwischen Neukamp und Altkamp („Teetsbusch“ und „Hexenbusch“) und das Hügelgrab „Sagard Dubberworth“ sind beeindruckende Belege der vorchristlichen Kultur auf der Insel.
Die Prosnitzer Schanze in der Nähe von Gustow ist anders als der Name vermuten lässt, jedoch kein Relikt dieser Zet. Vielmehr handelt es sich hierbei um eine Schanze, die erst im Dreißigjährigen Krieg zur Kontrolle der Hafeneinfahrt errichtet wurde.

Sport auf Rügen

14. Februar 2009

Neben den kulturellen Sehenswürdigkeiten gibt es ein Reihe sportlicher Freizeitmöglichkeiten auf der Insel. In den zahlreichen Seen der Insel aber auch in der Ostsee selbst bieten sich alle Angelmöglichkeiten (z.B. Boddenangeln, Kutterangeln, Watangeln oder Trollingsangeln). In dem Freizeitcenter „Im Jaich-Wasserferienwelt“ bei Putbus kommen alle großen und kleinen Wasserfreunde auf ihre Kosten.
Im “Golfzentrum Schloss Karnitz” bietet neben einer eigenen Golf-Academy auch Ferienwohnungen für golfbegeisterte Gäste an. Der Turnierkalender bietet eine große Auswahl für Anfänger und Profis.
Für Pferdefreunde stellt die Insel Rügen ein wahres Paradies dar. Auf der autofreien Insel Hiddensee beispielsweise gehören Fahrten mit der Pferdekutsche zum Alltag. Auf Rügen selbst gibt es mehrere Pferde- und Reithöfe, die neben Kutschfahrten auch Ausritte und Reitunterricht anbieten.
Neben Tennis, Kegeln oder Bogenschießen gibt es außerdem an norddeutschlands größter Kletterwand in Santems bis zu 15 verschiedene Kletterouten zu erkunden.

Tourismus auf Rügen

14. Februar 2009

Aufgrund vieler reizvoller Landstrich und insgesamt 60km feinsandigen Badestränden ist Rügen vor allem im Sommer eine touristische Hochburg. Die Urlauber erkunden die abwechslungsreiche Natur- und Kulturlandschaft mit dem Fahrrad, zu Fuß oder von der Seeseite mit dem Boot. Neben den klassischen Sehenswürdigkeiten wie den Kreidefelsen, Seebad Prora, Jagdschloss Granitz und den klassizistischen Bauwerken von Putbus erfreuen sich seit einigen Jahren die Störtebecker Festspiele von Ralswick großer Beliebtheit.

Kap Arkona auf Rügen

14. Februar 2009

Von großer Bedeutung für den Fremdenverkehr ist das ins Meer hervorspringende Kap Arkona mit seinem Türmen und der Tempelanlage. Jährlich besuchen ca. 800.000 Besucher dieses Flächendenkmal. Da es im Winter jedoch immer wieder zu Gesteins­abbrüchen kommt, ist ein Besuch nicht ganz ungefährlich. Um die Steilwand überwinden zu können, hat man schon früh Treppen in die Wände gebaut. Vor allem die Veilchentreppe südlich des Tempelwalls und die Köngistreppe, die westlich des Kaps zu finden ist, sind beliebte Touristenstiegen. Schon von weitem kann man die Türme des Kaps erkennen. Es gibt neben einem früheren Peilturm, der heute als Museum genutzt wird, noch zwei direkt nebeneinander stehende Leuchttürme. Der kleinere Turm ist nach seinem Erbauer Schinkel benannt und wurde bereits 1905 außer Betrieb gestellt. Heute dient seine Aussichtsplattform vielen Verliebten als romantischer Ort zum Heiraten. In unmittelbarer Nähe steht dazu der in den 90er Jahren sanierte und aktive Leuchtturm, von dessen Plattform man einen tollen Blick über die Halbinsel Wittow hat. Als „Kornkammer“ reihen sich hier endlos erscheinende Getreidefelder aneinander – ein Ausdruck des besonders fruchtbaren Inselbodens. Am Fuße des Kaps befindet sich der Siebenschneiderstein. Dieser Findling markiert den nördlichsten Punkt der Insel und damit auch den nördlichsten Punkt Ostdeutschlands.

Allgemeine Infos Rügen

14. Februar 2009

Rügen in der Ostsee ist mit einer Größe von 926km2 die größte deutsche Insel und als solche den meisten Deutschen ein Begriff. Sie wird vom Bundesland Mecklenburg-Vorpommern verwaltet. Zusammen mit den kleineren Nachbarinseln bildet sie den Landkreis Rügen mit der Hauptstadt Bergen (14.328 Einwohner) im Zentrum Rügens.
Die Insel ist geprägt durch eine Vielzahl an Bodden. Durch diese weit ins Landesinnere reichende Buchten ist die Insel stark zerklüftet und kaum als zusammenhängende Insel wahrzunehmen. An ihrer breitesten Seite misst sie 41km und hat eine Maximallänge von 52 km.
Durch den Strelasund wird Rügen vom vorpommerschen Festland getrennt. Doch auch ohne Schiff ist eine Verbindung zur Insel möglich. So führt neben einer Bahntrasse und der Bundesstraße 96 auch ein Fuß- und Radweg über den Rügendamm von Stralsund nach Altefähr im Westen der Insel. Des Weiteren gibt es die Möglichkeit, über die 2007 fertiggestellte und 4,1 km lange Rügenbrücke zwischen Stralsund, dem „Tor“ zur Insel, und dem großen Eiland zu pendeln.

Historischer Überblick

14. Februar 2009

Die Insel mit einer Vielzahl an eiszeitlichen Findlingen (sehenswert: „Der große Stein von Nardevitz“) blickt auf eine lange und abwechslungsreiche Geschichte zurück. Mit Hilfe von Bodenfunden hat man herausgefunden, dass sich die ersten Siedler bereits in der Steinzeit auf der Insel niederließen.
Bedeutsame Veränderungen kamen schließlich mit der Landnahme der Ranen (slaw.: „Die Roten“) im 7. Jahrhundert. Dieses westslawische Volk verfügte über ein besonders starkes Militär. Das benachbarte Dänemark konnte sich der kriegerischen Flotte nicht zur Wehr setzten und musste zahlreiche Heerzüge und Plündereien entlang der dänischen Küste in Kauf nehmen. Alle eroberten Gebiete wurden mit Burgen und Tempeln, in denen die Ranen ihre mehrköpfigen Götter verehrten, versehen. Vor allem die Tempelburg (weitere Benennungen: Charenza,Jaromarsburg oder Svantovit-Tempel) am weltbekannten Kap Arkona in der Nähe von Graz erlangte große Bedeutung. Sie wurde im 7./8. Jahrhundert errichtet und war von drei Seiten durch die Steilküste und von der Landseite durch den Burgwall geschützt. Außerdem wurde der Wall der Sage nach von den Schwarzen Zwergen bewohnt. Die Winzlinge waren im Gegensatz zu den weißen und grünen Zwergen streitsüchtig und bösartig, was neben der besonderen Lage dazu beitrug, dass die Anlage lange Zeit als uneinnehmbar galt. Der dänische König Waldemar I. setzte diesem Irrglauben jedoch ein Ende. Die Tempelanlage wurde 1168 zerstört und wurde somit zum Sinnbild für das Ende des ranischen Reiches.
Durch die dänische Herrschaft wurde das Volk der Ranen christianisiert. Mit vielen Kirchen und Klöstern (z.B. Kloster Bergen oder Eldena) änderte sich im 12. Jahrhundert das Bild der Insel und die ursprünglich slawische Kultur verschwand.
Ein Sturmhochwasser besonderen Ausmaßes, die „Allerheiligenflut 1304“ überspülte zu Beginn des 14. Jahrhunderts die gesamte Insel und verwüstete weite Landstriche. Nach dieser Naturkatastrophe war es vor allem der letzte slawische Fürst Witzlaw III. († 1325), auch bekannt als Minnesänger Wizlaw, der den Wiederaufbau vorantrieb.
Ab dem 15. Jahrhundert wurde Rügen zum Spielball der benachbarten Länder. So wurde es 1478 mit Pommern vereinigt, gelangte 1648 (Westfälischer Frieden) an Schweden und wurde nach kurzen preußischen Intermezzi an Dänemark (1678) weitergereicht. Ein Jahr später übernahm 1679 wiederum Schweden die Vormachtstellung. Zur Zeit Napoleons wurde Rügen von 1807-1813 von den Franzosen besetzt. Im Frieden von Kiel ging die Insel zunächst von Schweden an Dänemark und wurde letztendlich 1815 im Wiener Kongress an die Preußen überschrieben. Was alle herrschenden Nationen jedoch miteinander gemein hatten, war das große Interesse am “Weißen Gold von Rügen”. Bereits seit frühren Zeiten wusste man um die heilende Wirkung der Kreide, wenn auch die Verwendung in den Ländern durchaus varrierte.