Patagonia off the beaten track: Cerro Castillo Trek

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Diesen Januar habe ich meinen Füssen einige Wanderwegkilometer abverlangt. Nach den intensiven Wandertagen im Torres del Paine Nationalpark sowie in El Chaltén hatten wir uns für das Filetstück unserer Patagonienreise – den Cerro Castillo Trek – eingelaufen. Ich bin keine eingefleischte Trekkerin und schätze am Ende eines jeden Wandertages ein «richtiges» Bett in einer Berghütte. Doch von Zeit zu Zeit fordere ich meinen inneren Schweinehund gerne heraus und reize meine Komfortzone aus. Nach dem Trekking im Iran habe ich zumindest die Gewissheit, dass ich vier Zelttage ohne dramatische Nebenwirkungen überstehe. Und so baute ich in unseren Reiseplan vier Trekkingtage in der chilenischen Region Aysén ein. Wieso genau hier? Weil die Viertageswanderung am Fuss des mächtigen Cerro Castillo zu den Geheimtipps Patagoniens zählt.

Tag 1 – Vorbereitungen in Villa Cerro Castillo

Obwohl ich das Trekking derart selbstverständlich in meine Reiseplanung aufnahm, hing dieser Part bis zu unserer Ankunft in Villa Cerro Castillo wie ein Damoklesschwert über uns. «Wandern wir auch los, wenn es am ersten Tag Bindfäden regnet?» Die hypothetische Frage, wie dehnbar meine Komfortzone effektiv ist, tauchte im Vorfeld immer mal wieder auf. Doch je näher das Datum kam, desto mehr bestärkte mich der tägliche Blick auf die Wetterprognosen darin, das Unterfangen wie geplant durchzuziehen.

Wir erreichen Villa Cerro Castillo am späteren Nachmittag nach einer holprigen Fahrt auf einem nicht asphaltierten Teilstück der Carretera Austral zwischen Puerto Tranquilo und Villa Cerro Castillo. Ausgangspunkt für unser Trekkingunterfangen ist das Hostel von Senderos Patagonia am Ortseingang von Villa Cerro Castillo. Nebst Hostel und Zeltplatz bieten Mary und ihr Mann Cristian geführte Trekkings, Tageswanderungen sowie Reitausflüge an. Wir wollen den Cerro Castillo Trek auf eigene Faust erkunden, mieten uns aber von Senderos Patagonie die nötige Campingausrüstung (Schlafsack, Isomatte, Zelt, Gaskocher und Campinggeschirr). Den Rest des Nachmittags nutzen wir, um uns einen Überblick über das Material zu verschaffen und uns mit Mary über die Details des anstehenden Trekkings auszutauschen. Einen Grossteil der Verpflegung hatten wir bereits vorsorglich in Chile Chico und Puerto Tranquilo besorgt (beides grössere Ortschaften als Villa Cerro Castillo). Einzig Gaskartuschen fehlen uns noch. Die Suche nach zwei Exemplaren führt mich in beinahe jeden Minishop im Dorf (das übrigens gar nicht so klein ist, wie es auf den ersten Blick scheint). Schlussendlich werde ich im hintersten Ecken des Dorfes fündig. Glück gehabt! Zur finalen Stärkung vor den drei Trekkingtagen gönnen wir uns im Puesto Huemul eine deftige Chorrillana.

Tag 2 – von Las Horquetas ins Campamento el Turbio

Das laute Schnarchen unserer Mehrbettzimmergspändli im Hostel verleiht am nächsten Morgen der Aussicht auf eine Zeltnacht draussen in der Natur eine ganz neue Perspektive. Und auf die «letzte» warme Dusche ist leider auch kein Verlass. Bei mir tröpfelt nur noch kaltes Wasser aus der Duschbrause. Tja. So sind wir immerhin schon für die kommenden Tage geeicht. Wir packen die Rucksäcke und da ich nur 34 Liter zur Verfügung habe, muss der Freund umso mehr buckeln. Ich gebe zu: ganz fair ist das nicht. Kurz vor dem Mittag starten wir die Wanderung in Las Horquetas, das sich ca. 20 Kilometer in nördliche Richtung von Villa Cerro Castillo befindet und wir mittels einem Privattransfer erreichen. Von Las Horquetas aus folgt der Weiden im Alpenraum und tatsächlich stossen wir unterwegs auf Kühe. Nervig sind die zahlreichen Pferdebremsen, die uns pausenlos um den Kopf schwirren und die wir bis ins Campamento el Turbio nicht loswerden. Nachdem wir im Torres del Paine und rund um El Chaltén meist auf bestens ausgeschilderten Wanderwegen unterwegs waren, fand ich es im Vorfeld schwierig abzuschätzen, wie «wild» es auf dem Cerro Castillo Trek effektiv wird. Während der Weg eigentlich immer gut ersichtlich ist, hat der Trek schon den einen oder anderen tricky Part in petto. Am ersten Tag sind dies drei Flussüberquerungen, die ich easypeasy (dank vorgängiger Lektüre) mit meinen Tevasandalen bewältige und eine erfrischende Wohltat für meine Füsse sind. Ohne Sandalen hätte ich wohl ziemlich gejammert, denn barfuss durch dieses eisige Wasser zu staksen ist nicht gerade das Angenehmste. Wir trudeln als Erste beim Zeltplatz ein und rätseln, wie viele Zelte wohl am Ende des Tages hier stehen werden. Schlussendlich zählen wir kurz vor dem Eindunkeln sieben weitere Zelte mit teils Paaren und teils Einzelpersonen. Dazwischen genügend Platz, so dass wir nichts weiter als das stete Rauschen des Rio Turbio beim Einschlafen hören.

Facts zum ersten Wandertag:

  • Transfer zum Ausgangspunkt in Las Horquetas
  • Wanderstrecke rund 16 Kilometer
  • Höhenmeter rund 450 m Aufstieg und 250 m Abstieg
  • Übernachtung im Campamento el Turbio
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Tag 3 – über den Portezuelo el Penon ins Campamento la Tetera

Der nächste Tag hält die ersten harten Höhenmeter bereit. Wir wandern kurz nach neun Uhr los. Für chilenische Verhältnisse ist das «extrem» früh. In den meisten Zelten rundherum wird zu dieser Zeit noch tief geschlummert. Mary meinte im Vorfeld, dass der Weg über den Portezuelo el Penon nicht zu verfehlen sei. In der Tat ist der Pass zwischen zwei steilen Bergflanken klar ersichtlich. Während der ersten Stunde führt der FPad durch den angenehm schattigen Wald. Ich bin froh um jeden Höhenmeter, den ich auf diesem Untergrund absolvieren kann. Dahinter wartet nämlich ein nicht so lässig aussehendes Geröllfeld. Zügig erreichen wir die Waldgrenze und somit auch die kleinen und grossen – teils lose – herumliegenden Steinbrocken. Hier ist der Weg nicht mehr klar ersichtlich und ich muss mich konzentrieren, um die jeweiligen Steinmarkierungen zu finden. Prompt lande ich auf der orografisch rechten Seite des Flusses in äusserst unstabilem, steilen Gelände. Nichts ist ärgerlicher, als die Energie am falschen Ort einzusetzen. Also zurück zum Fluss und einen zweiten Anlauf auf der gegenüberliegenden Seite starten. Die linke Seite ist deutlich solider, auch wenn hier zwei, drei heikle Stellen zu bewältigen sind – respektive die Hände zur Hilfe genommen werden müssen. Oben auf dem Pass geniessen wir kurz den Ausblick hinüber zur Laguna Castillo und machen uns dann an den Abstieg. Der ist zwar sehr steil, aber dafür im Vergleich zum Aufstieg recht gut erkennbar. Sowohl Mary als auch der Parkranger empfahlen uns, beim Campamento el Bosque die zweite Nacht zu verbringen. Wir treffen jedoch bereits kurz nach 12:00 Uhr dort ein und fühlen uns nach einer kurzen Verschnaufpause genügend fit, einige Höhenmeter des nächsten Trekkingtages bereits heute zu absolvieren. Gut eine weitere Stunde inklusive erneuter prickelnder Flussüberquerung später erreichen wir rund 10 Minuten unterhalb der Laguna Castillo den wunderschönen Campingplatz Campamento la Tetera. Dies ist der kleinste Campingplatz auf der Strecke und er verfügt auch nicht über Sitzbänke und Plumpsklo. Dafür ist die Lage traumhaft. Wir sind wiederum die ersten vor Ort und geniessen den Rest des Nachmittags bei herrlichem Sonnenschein das simple Nichtstun.

Facts zum zweiten Wandertag:

  • Wanderstrecke rund 12 Kilometer
  • Höhenmeter rund 900 m Aufstieg und 500 m Abstieg
  • Übernachtung im Campamento la Tetera
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Tag 4 – via Laguna Castillo zum Campameto Neozelandés

Der dritte Trekkingtag führt uns zum Highlight der Tour – der Laguna Castillo mit dem mächtigen zackigen Massiv des Cerro Castillo im Hintergrund. Theoretisch könnte man im Campamento la Tetera direkt mit den Sandalen die ersten Höhenmeter angehen, da kurz darauf bereits eine Flussdurchquerung für die nötige Morgenfrische sorgt. Direkt danach stellen wir fest, dass sich doch einige nicht an die Parkvorschriften halten und direkt bei der Lagune zelten. Ein Zelt wurde sogar mitten auf dem Pfad aufgestellt, was bei mir zur Frage führt, was sich solche Leute denken… Da es sich hier um eine geschützte Landschaft in einem Nationalpark handelt, finde ich es ein Minimum an Anstand, das Zelt auf den offiziellen Campingplätzen aufzustellen und die Regeln zu respektieren. Vor lauter Unverständnis achte ich mich einen Moment nicht auf die Wegführung und manövriere mich prompt wieder in einen steilen Geröllhang. Da wir weit und breit keine Wegmarkierung sehen, «hangeln» wir uns Stück für Stück die Laguna hoch und hoffen bei jedem Stein, dass dieser nicht gleich wegrutscht. Nach gut zwei Stunden Aufstieg haben wir das steinige Hochplateau mit Panoramablick über den Río Ibáñez erreicht und sind dem Gletscher des Cerro Castillo unglaublich nah. Ein Pärchen kreuzt unseren Weg und meint beim Vorbeigehen beiläufig «Hallo Zäme». Kaum zu glauben – die Schweizer sind echt überall! Nach einem kurzen Schwatz und Austausch über unseren Reiserouten nehmen wir den Abstieg zum Campamento los Porteadores in Angriff. Kurz zusammengefasst: Fürchterlich! Geröllfelder und ich werden nie Freunde und steile Geröllfelder ohne klaren Wegverlauf, die ich mehrere hundert Höhenmeter talwärts wandern muss, sind mein persönlicher Supergau. Ich stakse jeweils wie ein Storch durch die Gegend und neige zu unflätigen Ausdrücken. Gut weitere zwei Stunden später habe ich diesen Part heil hinter mich gebracht. Nun geht’s wieder talaufwärts und zwar folgen wir dem Flussverlauf des Estero Parado auf schmalen Pfaden bis in den hintersten Talkessel, wo sich das Campamento Neozélandes befindet. Der wunderschöne Waldweg und die Tatsache, dass wir uns den idyllischen Zeltplatz nur mit drei weiteren Personen teilen, versöhnen mich mit dem harzigen Abstieg. Kurz vor Sonnenuntergang nehmen wir nochmals 250 Höhenmeter in Kauf, um uns die Laguna Duff anzugucken. Leider fehlt uns hier das Weitwinkelobjektiv, um die Laguna mit ihren «Eisbergen» richtig einzufangen. Aus Gewichtsgründen beschränkten wir uns darauf, die beiden Kameras mit je einem Objektiv (35 mm und 90 mm) auf den Cerro Castillo Trek mitzunehmen.

Facts zum dritten Wandertag:

  • Wanderstrecke rund 11.5 Kilometer
  • Höhenmeter rund 950 m Aufstieg und 900 m Abstieg
  • Übernachtung im Campamento Neozelandés
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Tag 5 – Rückkehr nach Villa Cerro Castillo

Im Campamento Neozélandes könnte man gut zwei Nächte verweilen und einen vollen Tag mit Musse namenlose Berggipfel und weiter Lagunen erkunden. Wir machen uns jedoch auf den Rückweg in die Zivilisation – bereits jetzt steht für uns fest, dass es eine super Entscheidung war, auf den Cerro Castillo Trek zu setzen und dies durchzuziehen. Auch hier trifft man während der Hochsaison unterwegs auf Leute, aber im Vergleich zum südlichen Patagonien ist dies ein Pappenstiel.

Eine Überraschung hält die letzte Etappe, die uns zurück nach Villa Cerro Castillo führt, noch bereit. Wir sind immer davon ausgegangen, dass der Trail auch an diesem Ende bei einem Rangerhaus vorbeiführt, wo wir uns abmelden können. Daher folgen wir den Markierungen, bis uns der Pfad auf direktem Weg zu einem hohen Zaun führt, der uns vom chaussierten Fahrweg trennt, worauf wir für die letzten sieben Kilometer abbiegen müssen. Davor steht auf einem Schild in grossen Lettern «Propiedad Privada – no Entrar». Grosse Verwirrung – wo sind wir falsch abgebogen? Gewissenhaft wie wir sind, wandern wir ein Stück zurück und suchen die vermeintlich richtige Abbiegung. Da gibt es jedoch nichts. Also zurück zum Zaun, um eine Stelle zu suchen, wo wir unten durchkriechen können. Etwas weiter Richtung Cerro Castillo finden wir ein passendes Schlupfloch und zwängen uns unter dem Zaun durch. Zurück im Hostel stellt sich heraus, dass dies trotz all unseren Zweifel anscheinend das offizielle Trailende ist und alle dieses Schlupfloch unter dem Zaun benutzen. Ein Rangerhaus gibt es auf dieser Seite nicht – respektive nur eins viel weiter vorne, das aber den direkten Weg zur Laguna erschliesst und nicht vom Nationalpark, sondern vom privaten Landbesitzer betrieben wird.

Facts zum vierten Wandertag:

  • Wanderstrecke rund 15 Kilometer
  • Höhenmeter rund 25 m Aufstieg und 850 m Abstieg
  • Rückkehr nach Villa Cerro Castillo & Weiterfahrt nach Coyhaique
Cerro Castillo Trek Talabstieg Rio Ibanez Villa Castillo

Praktische Tipps für den Cerro Castillo Trek

  • Am Ortseingang von Villa Cerro Castillo befindet sich das Hostel / Zeltplatz von Senderos Patagonia. Eine Nacht im Mehrbettzimmer kostet inkl. Bettwäsche 10’000 chilenische Pesos pro Person und mit eigenem Schlafsack 8’000 chilenische Pesos.
  • Senderos Patagonia vermietet auf Anfrage Schlafsack, Isomatte, Zelt sowie Gaskocher und Campinggeschirr.
  • Den Ausgangspunkt des Trekkings in Las Horquetas erreicht ihr auf drei verschiedene Arten. Entweder ihr benutzt die öffentliche Busverbindung, die nach Aussage von Mary von Senderos Patagonia 1x am Tag um 07:30 Uhr Richtung Coyhaique fährt und euch nach Wunsch dort rauslässt. Eine weitere budgetfreundliche Variante ist das Trampen, was sehr viele machen – hierfür benötigt ihr jedoch ein bisschen Geduld bis euch jemand mitnimmt. Oder aber ihr leistet euch einen privaten Transfer (via Senderos Patagonia), der pauschal 30’000 chilenische Pesos kostet.
  • Wenn ihr während der regulären Parköffnungszeiten in Las Horquetas startet, dann müsst ihr euch beim Rangerhaus (das ihr nach wenigen Gehminuten erreicht) registrieren und einen Parkeintritt von 5’000 chilenischen Pesos pro Person bezahlen.
  • Campen ist gemäss Parkreglement nur auf den offiziellen Campingplätzen zulässig. Diese sind jeweils ausgeschildert und sind teilweise mit Holzbänken und Holztischen sowie einem Plumpsklo ausgestattet.
  • Da ihr vermutlich verschiedene Bäche durchqueren müsst, lohnt es sich, Flipflops oder Teva-Sandalen einzupacken.
  • Denkt an genügenden Sonnenschutz (die patagonische Sonne brennt gnadenlos) sowie Mückenspray & helle Kleidung (gegen die nervigen Pferdebremsen)
  • Es hat genügend Wasserstellen und jeder Campingplatz ist in Nähe von sauberem Fliesswasser. Einzig zwischen der Laguna Castillo und dem Campamento los Porteadores hat es kein Wasser (daher vorher alle Flaschen auffüllen).
  • Noch mehr Tipps & Infos rund um den Cerro Castillo Trek findet ihr unter anderem bei Andeshandbook.org (auf Spanisch) sowie bei Bergzeit.de
  • Solltet ihr keine vier Tage fürs Trekking zur Verfügung haben, dann lohnt sich alternativ die (anstrengende) Tageswanderung von Villa Cerro Castillo zur Laguna Castillo. Der direkte Weg führt über Privatgrund und daher beträgt die Gebühr hier 10’000 chilenische Pesos pro Person.

Mein Dank geht an das Team von Globotrek sowie ihrem lokalen chilenischen Partner Andes Nativa, die uns das Trekking im Vorfeld schmackhaft machten sowie an Mary von Senderos Patagonia, die uns in Cerro Castillo mit Tipps versorgte und wo wir kostenlos für eine Nacht im Mehrbettzimmer des Hostels übernachten durften – wie immer sind alle Eindrücke und Meinungen die unseren. 

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